Die Bäckerinnung in Berlin garantiert gleichbleibend hohe Qualität

Die  ersten Innungen entstanden im Mittelalter und sind eng mit dem Aufblühen der Städte verbunden. Die Handwerker eines bestimmten Gewerks (z.B. des Bäckers) schlossen sich zusammen, um durch strenge  Kontrollen  die gleichbleibende Qualität ihrer Waren zu sichern und ihre Handwerksehre zu wahren.

Diese "Backpolizei" prüfte nicht nur Qualität, Preis und Gewicht der Backwaren,  sondern unternahm auch  Kontrollgänge durch die Mühlen und das Backhaus. Sie achtete darauf, daß richtige Zutaten genommen wurden, Ordnung und Sauberkeit im Backhaus herrschten. Zu kleines oder zu  leichtes Brot wurde konfisziert  und unter die Armen verteilt. Bei Verstößen mußte der Bäcker mit einem zweimonatigen Backverbot rechnen. Die Innung war außerdem verpflichtet, stets ausreichend  Mehlvorräte zu halten, um allgemeinen  Notständen und Hungersnöten vorzubeugen.

Die Berliner Bäckerinnung existiert bereits seit 1272 und zählt damit zu den ältesten Innungen Deutschlands.

Heute sind die Bäcker im Zentralverband  des Deutschen Bäckerhandwerks organisiert, einem Dachverband mit 16 Landesinnungsverbänden und 435 Bäckerinnungen. Eine eigene Bundesfachschule, acht  Landesfachschulen und zahlreiche regionale  Bildungsstätten sichern den Fortbestand handwerklichen Könnens im Bäckerhandwerk und garantieren gleichbleibende Produktqualität bei gestiegenen  Anforderungen. In Berlin sorgen täglich 300 handwerkliche
Bäckereien mit rund 1000 Verkaufsstellen für ofenfrische Brötchen und Brote sowie für eine breite Palette an Feinbackwaren.