Firmengründer Oskar Rateitschak,

gründete 1950 den "Bäckermeister - Gesangverein Wedding". Jede Woche einmal probte der Verein Volkslieder unter der Anleitung eines Chorleiter und trat dann bei Innungsversammlungen und in Altenheimen sowie bei Beerdigungen auf. Der Gesangverein bestand bis in die 80er Jahre.

 
   
 

Walter Rateitschak,

führte die Bäckerei bis 1973 und konzentrierte sich auf Konditorwaren. Das Sortiment an Kuchen und Backwaren vergrößerte sich zusehens, Maschinen lösten Handarbeit ab. Speziell angefertigte Torten, Obstgebäck, Windbeutel wurden besonders gern gekauft. Eine weitere Leckerei war das selbstgefertigte Eis. Neue Brotspezialitäten ergänzten das traditionelle Angebot an Landbrot und Vollkornbrot. Und Walter Rateitschak übergab das Geschäft wiederum an seinen Sohn.

 
 

Gerd-Günter Rateitschak (von 1974 bis 1995) und seine Frau Roswitha,

brachten neue Ideen in den traditionellen Familienbetrieb. Die Produktpalette war inzwischen auf über 500 verschiedene Brot-, Brötchen und Kuchensorten angewachsenen, die mit gleichbleibender Qualität Tag für Tag angeboten wurden. Die 27 Mitarbeiter und Lehrlinge hatten alle Hände voll zu tun. Einige Kunden brachten ihn auf eine Idee, die die nächsten 20 Jahre seines Geschäfts entscheidend beeinflussen sollte. Torten für Diabetiker - das war eine Neuheit in Berlin. Es dauerte nicht lange, bis die Bäckerei Rateitschak das komplette Sortiment an Kuchen, Torten, Gebäck, Eis, Pralinen und Marzipan für Diabetiker anbieten konnte. Die Kunden kamen auch aus anderen Bezirken Berlins, um die diätischen Leckereien auf der Basis von Fruchtzucker selbst zu probieren.
Die Fernsehwerbung “Rateitschak ist auf Zack...”machte die Bäckerei in Berlin bekannt. Die Diabetikertorten wurden von nun an in verschiedene Bezirke Berlins geliefert. Das wohl prominenteste Geschäft ist das KaDeWe, welches noch heute täglich mit frischen Diabetiker-Backwaren versorgt wird. Auch im Café Möhring, Café Kranzler, und im Operncafé Unter den Linden z.B. stehen Rateitschak's Torten in den gläsernen Auslagen. Um die hohe Qualität zu sichern, werden die Inhaltsstoffe der Torten regelmäßig von einem unabhängigen Institut kontrolliert.

 
   
 
 

Seit 1995 ist Thomas Rateitschak der Inhaber des Geschäfts.

Der 39-jährige - auch er übernahm das Geschäft vom Vater ganz im Sinne der Familientradition - ist stolz auf die Vielfalt seines Angebots. 500 verschiedene Sorten Brot, Brötchen, Kuchen und Torten werden täglich das ganze Jahr über angeboten. Zusätzlich gibt es je nach Saison verschiedenste Obstkuchen sowie Weihnachts-oder Ostergebäck, Naschwerk, Spezialanfertigungen für Hochzeiten und Geburtstage und natürlich weiterhin die Diabetiker-Linie, die sein Vater kreiert hatte.

Thomas ist ausgebildeter Bäcker und Konditormeister - auch damit setzt er die Familientradition fort - und er gibt sein Wissen gern weiter. Seit 1919 konnten bei Rateitschaks ca. 200 Bäcker, Konditoren und Verkäuferinnen ihre Lehre beenden und garantieren so den Fortbestand der Branche. "Es ist nicht ganz einfach heute, ein erfolgreicher Bäcker zu sein. Die Konkurrenz ist größer geworden," sagt Thomas. Aber aufgeben will er nicht. Seit der Geschäftsübernahme vom Vater eröffnete er drei Filialen und ein Café, nur wer wagt, kann gewinnen, meint er. Er setzt auf die Zukunft und da hat er sich einiges vorgenommen: Er möchte die Familientradition der Rateitschaks fortsetzen und auch weiterhin seine Kunden mit leckerem Brot und frischem Kuchen versorgen, nicht nur imWedding.